wissensvermurxung.
wie ihr an der frequenz der einträge bemerkt: ich bin nicht ganz zufrieden mit dem blog. und wie kann ich schreiben, wenn mir der blog an sich, das konzept und alles drumherum nicht behagt! ich hoffe ich habe in den ferien mal eine woche zeit, um da was neues sprießen zu lassen. zu sagen gäbe es ja genug. doch setz ich mir selbst den anspruch eines gewissen ästhetischen mindestmaßes, das unbedingt erfüllt werden muss. mir schwebt da was vor mit viel weiß und feiner typo: wieder zurück zur wesentlichen, simplen schlichten strenge des reinen. oh mein gott! einer ordentlichen portion SEO (sonst ließt nämlich kein mensch was ich schreibe). und vor allem einem neuen konzept. denn was bringt mir ein blog, wenn ich sowieso nur wissen, das scheinbar nur mich interessiert, zusammentrage und das dann kommentiere. einen scheiß! das ist auch nicht sinn eines blogs. dieser war weder unterhaltsam noch informativ noch innovativ. gerade digital living sollte genug input dafür geben. scheinbar bin ich mehr und mehr der natur ergeben, als mich als e-kid darstellen zu können, geschweige denn den anspruch erhebe darüber sinnvolle sachen zu schreiben. interesse alleine ist nicht triebfeder genug um auch andere mit seinem nichtwissen zu langweilen! vielleicht komme ich bis dato zurück in die zukunft mal auf einen grünen zweig der erkenntnis und kann zur abwechslung auch mal was schreiben, dass dem mehrwissen und nicht der wissensvermurxung dient.
ist die zeit der maus gekommen?
was mich am meisten überrascht ist die sache, dass die medien so wenig rummel um das ganze ding machen. ich sah es zum ersten mal in dem im blog angekündigten beitrag auf 3sat und war einen ganzen tag aus dem häuschen. Dass das ganze jetzt so schnell geht, hab ich mir nie träumen lassen. so und jetzt muss ich das geheimnis endlich lüften:
EPOC kommt auf den markt. das ist ein ding (helm), mit dem man via gedanken und emotionen events auf dem computer steuern kann. zur anwendung kommt das ganze jetzt sicher einmal in rollenspielen, wo viel mit gefühlen und emotionen gearbeitet wird: der charakter sollte sich hierbei je nach emotion unterschiedlich verhalten und auch über gedanken steuerbar sein: wie gut das dann wirklich funktioniert, bleibt abzuwarten, doch war das, was ich bis jetzt gesehen hab, sehr impressive.
obwohl ich ein ziemlicher fan des spielens am computer (wii) bin, muss ich aber dennoch aus sicht des hci (human computer interaction) interessierten sagen: was für eine tolle sache für behinderte und alte menschen, die mit der maus und tastatursteuerung probleme haben.
ob die maus aber in zukunft (10 jahren?) verschwunden sein wird, wird eine spannende geschichte. wie der joystick (für richtungsangaben fand er nicht einmal auf der wii wirklich ersatz –> nunchuck controller) funktioniert auch die maus für bestimmte sachen ziemlich gut. bis jetzt scheiterten ja quasi alle versuche die maus zu ersetzen wirklich kläglich. das touchpad geht natürlich durch, weil wir aufgrund des größen(kleinheits)vorteils und die daraus resultierende mobilität bei notebooks uns qualitätseinbußen bei anderen dingen gefallen lassen. parallelbeispiele: das handy (schlechte tonqualität) oder near video on demand (wartezeiten, bis man einen gewünschten film ansehen kann –> somit streng genommen kein video on demand mehr)
wie auch immer, ich schweife gerne ein wenig im kontext herum, ist meines erachtens diese markteinführung ein weiterer wichtiger meilenstein in der human-computer-interaction interface entwicklung.
hier gibts die links:
firefox 3. nice.
einen tag nach download day von mozilla hab ich mir schließlich auch den 3er geholt: ein so pompöses browser startup wie jenes von dieser version gabs ja noch nie und obwohl ich normalerweise der meinung bin, dass die, die am lautesten schreien am wenigsten zu sagen haben, muss ich bereits nach 2 tagen sagen: geiles teil! mich hat bis jetzt immer gestört, dass gewisse javascript animationen des DOM nicht ordentlich flüssig ablaufen. einzig und allein im safari und webkit konnten diese “flashähnlich” ablaufen (und ja es kommt auch auf den prozessor an). desweiteren werden jetzt auch divs, die ebenen mäßig vor neuen, mittels ajax hinzugeladenen divs auch wirklich während der animation VOR dem hintergrund angezeigt: wieder ein bug, um den ich mich nicht kümmern muss.
vorübergehender nachteil: coole plugins für ff2 sind noch nicht für ff3 vorhanden. aber das wird sich auch bald geregelt haben… (und webdeveloper gibts ja)…
what the fuck?
ausnahmsweise gibts jetzt nichts neues aus der “digitalen” welt, sondern aus meiner, eher uninteressanten welt. jedoch ist das ganze insofern digital, weil es sich um “grundlagen der DIGITALEN” bildverarbeitung dreht.
tja, da war heute prüfung. meine quasi letzte für dieses semester. wie immer gut vorbereitet (450 seiten in 2 tagen)… ich steh um 7 auf. zum glück, weil die prüfung ist nicht, wie ich dachte, um 10 sondern um 9! somit: stress, weil ich ja ZUM GLÜCK nochmal erst um 08:10 draufgekommen bin. naja nix wie hin mit dem 13A, der heute (wie könnte es anders sein) um 10min länger braucht wie immer. die folge: grad noch geschafft, in schweiß gebadet. nächste überraschung: die prüfung ist schriftlich statt mündlich: natürlich hat keiner einen stift dabei. tja los gehts. die fragen waren ok. (wie erwartet) UND DANN ich schon um 10 min früher fertig und die blätter voll geschrieben bis zum geht nicht mehr: da sehe ich dass am DECKBLATT noch prüfungsfragen sind. OIDA WO SAMMA DENN? seit wann gibts denn sowas. naja und ich war natürlich wieder der statistische ausreißer, der das nicht gecheckt hat und hat dann in den letzten 3 min noch “auf die gachn” 5 fragen beantwortet, die 25% der punkte waren. alles fürn arsch, zwar sicher durch, aber sowas ist echt fürn arsch!!! (übrigens danke an den herrn prüfungsaufseher für sein verständnis! er hat mir ca. 10 sekunden mehr gegeben, alla: “schreiben sie noch einen satz, dann abgeben!” *grrr*
fazit: hätt ichs doch mündlich gmacht. ein bissl jammern muss sein. stay tuned. claus.
games. zwei ankündigungen für interessierte.
zum einen beehrt uns die kunsthalle ab mittwoch abend mit einer sicher interessanten ausstellung zum thema: Games. Their Present-Day Role in Art and Politics. ganz schnell und einfach hier zum exhibition abstract.
und zum anderen beweist morgen 3sat wieder, warum er mein lieblingssender ist und bringt ab 16:30 uhr eine reportage/dokumentation zu aktuellen entwicklungen (kulturell soziologischer, künstlerischer und technischer natur) der videospiel instustrie.
wem weiters fad ist und weil es gerade zum thema passt, kann ja mal homo ludens ludens in youtube reintaggen und sich einige sehr interessante clips von der vor ca. einem monat stattgefundenen game art exhibition in gijon (spanien) ansehen. ok, ich nehm euch wieder mal die arbeit ab:
haste is a form of violence.
soeben habe ich einen blog post auf 37signals gelesen, der auf alle fälle zum nachdenken anregt. dabei geht es ganz banal einfach um zeit oder eben gerade um das “nicht zeit haben”. jetzt ganz egal für was: ich bin wohl einer der letzten, der die ganzen vorteile des digitalen zeitalters verleugnet, doch muss ich zugeben, es fällt mir ziemlich schwer zu entschleunigen, bzw. den dingen die (zeit)relevanz zuzuordnen, die sie tatsächlich bedürfen. eines, was ich am meisten hasse, ist warten. warten ist leerzeit. für mich zumindest. doch ist es erstaunlich, dass anscheinend den leuten in der digitalen grauzone das warten völlig egal ist. stunden, tage,… nur warten auf den bus oder in irgendeiner schlange stehen. das liegt wohl daran, um das jetzt mal ganz informatisch zu sehen, dass sie eine zu uns völlig andere quality of service description haben. es ist wohl ein besonderes leiden von informatikern (vorzugsweise aber nicht nur), dass diese eine relativ kurze request to response erwartung haben. die erwartungshaltung ist dabei stocksteif die sofortige befriedigung von anfragen. und das immer und immer wieder: doch man muss sich verdammt nochmal eingestehen, dass nicht alle menschen high end rechner(netze) sind, die unserer (meiner) erwartungshaltung gerecht werden können. und hier noch der post:
I’m an extremely fast paced person and I’m learning to calm down and chill out. In a book I picked up recently this sentence is repeated in every chapter: “Haste is a form of violence.”
Those six words have slapped me across the face a few times lately. I notice that I am in such a rush to get things done that I don’t do them as well as I can. I go through hundreds of support email logs gathering times so I can average my reply speed, and in doing so I see hasty responses that could have been better had I spent just a little more time.
I stand in line for coffee and tap my foot thinking “Let’s go, let’s go, let’s go!” Then I realize how violent my need for speed may be. Waiting on the slowest barista ever is only going to cost a few minutes of my day.
I’m trying to stop focusing on a few minutes here and there and instead embrace a chance to lose them, knowing I’ll produce something of quality. (Not quantity.) I hope this is something I never stop learning.
kennst du twitter?
in den usa und england ist bereits eine absolute suchtwelle ausgebrochen. in unseren breiten jedoch, kennt es noch nahezu kein mensch: twitter.com. so heißt der neue zeitvertreib. nur zeitvertreib? hmmm. nachdem ich noch vor einer woche selbst nicht gewusst habe, was twitter ist, habe ich mir mal kurz eine stunde zeit genommen, um mehr darüber zu erfahren. hier der zugehörige wiki eintrag.
nun also los: twitter ist eine art instant messenger für gruppen. man registriert sich auf deren site, die übrigens sehr fein und intuitiv ist, und legt sich dort einen account zu. dieser account umfasst dann, wie nicht anders erwartet, eine persönliche seite. doch auf dieser seite geht es bewusst nicht um die präsentation seiner selbst (also nicht wie bei myspace oder ähnlichem), sondern enthält nur eine kleine bio section. das wichtigste sind die messages, die jederzeit online gepostet werden. diese messages können nun von freunden (die man selbst einlädt), oder leute die einem “follow”n, retrieved werden. szenario: ich habe 3 freunde die meine messages verfolgen. nun update ich eine message. diese freunde bekommen dann sofort eben meine neue nachricht auf deren twitter seite. das ist jetzt alles recht und schön. doch werdet ihr euch jetzt denken: na toll, ein gruppen rss reader. voll sinnlos.
dem ist nicht ganz so, weil twitter das ganze aufs handy erweitert: sprich alle messages die ich schreibe, bekommen meine twitter freunde (die die es wollen) per sms. bzw. ich ihre. –> und das coole an der sache ist: ich kann diese message auch per sms an twitter senden und twitter verteilt sie auf meine freunde (wieder online und per sms). somit haben wir quasi schon einen sms-gruppen-rss-reader. und das ist meiner meinung nach ziemlich geil.
das beinhaltet mächtig potiential für:
- arbeitsgruppen, die ständig up to date sein wollen.
- freundeskreis, der seine freizeitpläne (oder was auch immer) damit koordiniert.
- mobile marketing (bei zustimmung der clients)
- mehr oder weniger sms blog
- und so weiter und so fort.
ich habe auf alle fälle jetzt mal einen account und ich würd mich freuen, wenn ich den ein oder die andere zu einer testrunde von twitter begrüßen darf. ist vor allem interessant für die, die fett viel frei-sms haben. (denn über die gebühren bin ich mir noch nicht so ganz sicher…
) stay tuned. claus.
bubblegum synthesizer
Heute möchte ich ein kurzes youtube vid featuren, das mehr als ausgangspunkt für weitere recherchen dienen soll. alternative herangehensweisen auf irgendeine/vielerlei art musik zu machen ist ein alter hut. der wohl bekannteste “burner” der 90er jahre war hier sicherlich stomp, die mit ihrer kübel und schrott percussion für aufsehen gesorgt haben. nun sind einige jahre vergangen und dank mustererkennung, digitaler bildverarbeitung und nicht zuletzt den gesunkenen preise für soft und hardware im audio produktions sektor, wenden sich immer mehr medienkünstler der symbiose von high tech und musik.
dabei fasziniert mich nicht die tatsache an sich, sondern viel mehr der interaktive, kollaborative und experimentelle ansatz vieler exponate. das potential. das am meisten “sophisticated” ding ist hier wohl reactable. schaut mal bei diesem artikel vorbei und noch viel wichtiger: schaut auch die youtube vids an.
frönen wir dem kunstmedium pixel.
mein lieblingsblog (smashing magazine), den ich in zukunft sicher nicht nur einmal zitieren werde, featured hier eine feine selektion von pixelkünstlern. neben straightem illu-style mit subtil witzigem inhalt findet man auch detailverliebte, nahezu impressionistische werke. mein absoluter favourit ist das da:

checkt euch diesen browser.
webkit …ist ein open source projekt, aufbauend auf diversen apis von apples webanwendungen. ich hab mir den browser installiert. zum einen ist er wirklich verdammt schnell (zB javascript animationen) und zum anderen auch fein standardkonform. also alle die safari 3 schätzen und einen noch schnellernen browser haben wollen: webkit. und. dieses ding gibts auf für windows. also ausprobieren kostet nichts.
bedanken für diesen tipp möcht ich mich bei julian rieder.