links for 2008-11-30
links for 2008-11-29
-
Aber so langsam scheint sich das Blatt zu wenden. Nach 8 Monaten sind es nun schon 1,2 Mio. deutsche Mitglieder. Studi VZ liegt mit mehr als 5,5 Mio. Mitgliedern zwar noch klar vorne, aber wenn ich mir die Entwicklung der Suchanfragen nach Facebook bzw. StudiVZ bei Google Trends anschaue, dann wird das bald nicht mehr so sein.
—
Tim Keil mit einer interessanten Beobachtung zum Thema "Social Networks" in Deutschland. Deckt sich auch mit meiner Beobachtung …
Zwischen Wirkung, Erfolg, Rezeption und Nutzung von (viraler) Werbung. - Virale Werbung, Teil 1.
Zur Übersicht: Virale Werbung - Erwartungen zwischen Rezeption, Nutzung und Wirkung.
Wie ich im letzten Post zu meiner Bakkalaureatsarbeit (endgültiger Titel: “Virale Werbung. Erwartungen zwischen Rezeption, Nutzung und Wirkung.”) schon kurz beschrieben habe, dreht sich die Arbeit um das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis viraler Werbung. Die Frage, die dabei mitschwingt könnte man in etwa so formulieren: „Machen die Menschen mit (viraler) Werbung eigentlich das, was ihre Kommunikatoren damit bezwecken?“
Dass diese vermeintlich einfache Frage so einfach nicht ist, wird schnell klar, wenn man sie anhand der allseits bekannten Lasswell-Formel aufschlüsselt. Strukturiert man das Thema nämlich anhand der Frage „Who Says What In Which Channel To Whom With What Effect?“, sieht man, dass die Frage „Machen die Menschen (Rezeptionsforschung) mit viraler Werbung (Medieninhaltsforschung) eigentlich das, was die Kommunikatoren (Kommunikatorforschung) dabei bezwecken (Medienwirkungsforschung)?“ ein breites Spektrum des Forschungsprogrammes der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft beinhaltet.
Es lohnt sich also kurz auf die Begriffe Wirkung, Erfolg, Rezeption und Nutzung einzugehen. Dabei werden im Wesentlichen die Definitionen von Zurstiege für eine kommunikationswissenschaftliche Werbeforschung herangezogen (2004: 173ff). - absolut lesenwertes Buch übrigens, nur so nebenbei.
Unter Medienwirkungen - und Werbewirkungen sind nichts anderes - kann man kontingente Wissens-, Einstellungen- und Verhaltensänderungen verstehen, die auf eine Rezeption von Medienangeboten zurückgeführt werden können. Allerdings – und deswegen kontingent – können diese Veränderungen eben nicht linear kausal erzwungen werden. Medienwirkungen hängen von einer Vielzahl von Operationen von RezipientInnen ab, die sich jeweils in einem bestimmten situationellem und biographischen Kontext befinden und Medien rezipieren wie sie es im Rahmen der Sozialisation gelernt haben. Menschen lernen mit Medien umzugehen und Nachrichten im Schema Nachrichten und Werbung im Schema Werbung zu rezipieren. Dennoch können die Nutzungen der Medien durch einzelne RezipientInnen durchaus unterschiedlich aussehen - sei es zur Entspannung oder zur Anregung, zur Information oder aus sonst irgendeinem nicht unbedingt bewussten Grund. Auf die Werbung bezogen kann man sagen, dass der intendierte Werbeerfolg dann eintritt, wenn Menschen die Medienangebote im Sinne der Werbung nutzen. Da Menschen Medienangebote aber durchaus unterschiedlich nutzen, wird klar, dass die RezipientInnen Werbung keinesfalls so aufzunehmen haben, wie das auf Produzentenseite geplant wurde (vgl. Zurstiege 2007: 174) - wie das auch Vertreter der Cultural Studies, Konstruktivisten und viele andere aufgezeigt haben.
Diese potentielle Diskrepanz zwischen den an bestimmte Nutzungen gekoppelte Erfolgs- und Wirkungserwartungen der Kommunikatoren und der Bandbreite der möglichen Nutzungen der RezipientInnen spannt jedenfalls den weiten Rahmen des Erkenntnisinteresses der Arbeit.
In einer Bakkalaureatsarbeit konnten natürlich nicht alle Fragen behandelt werden, deshalb habe ich das Thema auf fünf Fragen aufgeteilt, von denen drei im Rahmen der Arbeit beantwortet wurden.
1. Was „ist“ Virale Werbung? Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Formen der werblichen Kommunikation?
2. Welche Nutzungen und Wirkungen erwartet die Kommunikationspraxis von viraler Werbung?
3. Welche Nutzungen und Wirkungen legen spezifische Ansätze der kommunikationswissenschaftlichen Theorie nahe?
4. Was machen die RezipientInnen mit viraler Werbung?
5. Was bewirkt die Rezeption und Nutzung viraler Werbung?
In einem ersten Schritt wird das Konzept der viralen Werbung untersucht und verwandten Konzepten wie Word-of-Mouth-Marketing oder Viral Marketing gegenübergestellt. Anschließend werden kommunikationswissenschaftliche Theorien und Ansätze herangezogen, die zu einem besseren Verständnis des Phänomens beitragen könnten. Dann wird durch die Inhaltsanalyse von drei Experteninterviews freigelegt, welche Kategorien aus Sicht “der Kommunikatoren” relevant sind und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu den angeführten kommunikationswissenschaftlichen Theorien bestehen.
Was bringt das Ganze? Einerseits kann man durch das Heranziehen „traditioneller“ kommunikationswissenschaftlicher Theorien und Ansätze aufzeigen, was das Fach grundsätzlich zur Erklärung des Phänomens beitragen kann - vor allem auch zur empirischen Forschung. Andererseits sollen durch die Einblicke in die Kommunikatorseite Perspektiven aufgemacht werden, die für die weitere Forschung von Relevanz sein könnten.
Weiter zur Einordnung der Viralen Werbung.
Literatur:
- Burkart, Roland (2002): Kommunikationswissenschaft: Grundlagen und Problemfelder. Umrisse einer interdisziplinären Sozialwissenschaft. 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Wien [u.a.]: Böhlau-Verlag.
- Lasswell, Harold D. (1971): The Structure and Function of Communication in Society. In: Schramm, Wilbur/Roberts, Donald F. (1971): The Process and Effects of Mass Communications.
- Zurstiege, Guido (2007): Werbeforschung. Konstanz: UVK-Verl.-Ges.
links for 2008-11-27
Adidas startet die “House Party”
Adidas startet anscheinend gerade seine Original House Party Kampagne für 2009.
Das Ganze ist in meinen Augen wunderbar gemacht: Hunderte kleine Details die man nicht bemerken kann, musikalisch und visuell mit viel coolness gemacht, trotzdem das Produkt schön in Szene gesetzt. Und was noch viel schöner ist: Das ganze hat so viel “meat”, dass man um die gesamte Story eine Menge herumbasteln kann.
Dazu kommt, dass die Celebrities, Sportler, Musiker, Graffiti, etc. für je unterschiedliche Menschen interessant sein können, das ganze also auch global verwendbar sein sollte.
Eine Werbung also die “kulturelles Kapital” in ganz alltäglichen Interaktionen werden kann. Werbung, die genutzt wird und nicht nur einfach individuell wirken soll. Genauso also, wie sich das Herr Yakob, Herr Oke und die Macher der Kampagne - Sid Lee - vorgestellt haben, als sie diese ganze “transmedia planning”-Sache angefangen haben.
Kommt das auch im deutschsprachigen Raum?
via Julian Cole
links for 2008-11-26
-
But about 40 percent of those who viewed a group of pictures that included 12 with a Dasani presence made the brand their pick.
links for 2008-11-23
-
via http://twitter.com/zeroinfluencer. nice.
links for 2008-11-22
links for 2008-11-21
-
"80 per cent of the revenue came from 52,000 songs. What's eye catching about the number? Well, the typical inventory of a conventional high street record store was around 4,000 CDs. Or … around 52,000 songs."
-
Why? because in the words of their SpokesHack… Yes, even pirates have PR people now…"What we want from this ship is only 25 million dollars because we always charge according to the quality of the ship and the value of the product."
links for 2008-11-20
-
It's sad, and possibly ironic, that we recognise this as phishing because it's more obviously written by a real, literate human than standard bank communications.
—
that's so true. -
But there is another, anthropological, point of view. Exhaust data is, I think, a clear case of "phatic communication." This is communication with little hard, informational content, but lots of emotional and social content. Phatic communications doesn't get much said, but it has social effects so powerful, it gets lots done.
-
The gadget that I want? The titanium skeletal structure and self-healing epidermis that James Bond obviously has been upgraded with. Or how else would he survive the insane beatings that he receives without so much as a slightly tussled hair and a few specks of blood above his eye?
-
"What in heaven's name made you think you could monetize the real estate in which somebody is breaking up with their girlfriend?"
-
What did Donovan think that "T" section in the standings was next to the "W" and "L"? Was he confused when he had to run a hurry up offense with two minutes left? And in 2002, when his team played the 9-6-1 Falcons in the playoffs, did McNabb think those numbers represented the Atlanta area code?
—
even in sports, there are pro who don't know the rules of the game.





